Studie: Absolventen streben verstärkt nach Sicherheit

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27.05.2010
Unternehmen, die derzeit Absolventen rekrutieren wollen, müssen ihnen vor allem eins bieten: Sicherheit. Wie die 7. Continental-Studentumfrage zeigt, setzen die Studierenden derzeit vor allem auf einen sicheren Arbeitsplatz, Loyalität im Job und geregelte Arbeitszeiten.

"Nach einem wirtschaftlich bewegenden, sozusagen stürmischen Jahr mit heftigem Seegang wünschen sich die Hochschulabsolventinnen und -absolventen offenkundig mehr Sicherheit, Stabilität und Berechenbarkeit der eigenen Zukunft: Sie suchen nach einem Anker in Form von Loyalität vom und zum Arbeitgeber und haben den Heimathafen, also den Standort Deutschland, fest im Blick", bewertete Continental-Personalvorstand Heinz-Gerhard Wente die Ergebnisse.

Dementsprechend sinkt der Anteil derer, die sich für ihre Zukunft "eine Abfolge zeitlich befristeter, dafür gut bezahlter und interessanter Jobs bei unterschiedlichen Unternehmen mit Zweckbündnis-Charakter" wünschen von 68,5 Prozent im Jahr 2005 auf heute 45,8 Prozent.

Beschäftigungsdauer wird wieder länger eingeschätzt
Ein ähnlicher Trend ist bei der Einschätzung der künftigen Beschäftigungsdauer zu sehen: Waren 2005 noch mehr als 90 Prozent davon überzeugt, dass die Beschäftigungsdauer bei ein und demselben Arbeitgeber zehn Jahre nicht überschreiten wird, so gehen aktuell sogar 17,4 Prozent der Befragten im Umkehrschluss davon aus, dass die durchschnittliche Beschäftigungszeit bei über zehn Jahren liegen wird.

Wenig Interesse an Arbeit im Ausland
Möglicherweise auch als Folge der Krise sehen die befragten Studierenden ihren künftigen Arbeitsplatz eher in Deutschland, denn die Bereitschaft für einen Auslandsjob ist erneut gesunken, dies gilt insbesondere für mögliche Einsatzgebiete in Osteuropa oder Asien. Mit dem höchsten Ablehnungswert seit Beginn der Umfrage halten es 64,3 Prozent (2004: 43,9 Prozent) für "eher unwahrscheinlich" bzw. können es sich "ganz bestimmt nicht" vorstellen, eine Tätigkeit in Ländern dieser Regionen anzunehmen. Sogar die Schweiz und USA verlieren an Zugkraft: Das Interesse am Arbeiten in der Schweiz sinkt um 13,8 Prozentpunkte auf 63,8 Prozent (2007: 77,6 Prozent) und am Arbeitsplatz in den USA um 7,8 Prozentpunkte auf 47,6 Prozent (2004: 55,4 Prozent).

Über die Studie
TNS-Infratest hat die Studie im Auftrag des Automobilzulieferers Continental erstellt. Es wurden rund 1.000 Studierende der Natur- und Wirtschaftswissenschaften als auch angehende Ingenieure befragt.

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