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| 09.03.2010 | Hamburg (ots) - Deutschland, Land der Schnäppchenjäger. Ob beim Autokauf, beim Verreisen oder im Einzelhandel - die Käufer erwarten Rabatte. Unternehmen reagieren auf diesen Trend mit immer weiteren Preissenkungen. Sie liefern sich eine Rabatt-Schlacht, bei der sie am Ende nur verlieren können.
 "Unternehmen machen einen enormen Fehler, wenn sie gerade in Krisenzeiten weiterhin auf Rabatte setzen", sagt Frieder Barth, der als Führungskräfte-Coach täglich die Zwänge beobachtet, in denen sich viele Firmen zunehmend befinden. "Der für das letzte Jahrtausend durchaus zutreffende Gedanke, das Wohlstand vor allem durch Wachstum entsteht, ist völlig überholt", so Barth. Denn in absehbarer Zeit hat kein Unternehmen mehr genügend Kapital, um die immer günstigeren Preise halten zu können.
 Wachstum konnte in den vergangenen zwanzig Jahren maßgeblich durch Rationalisierung und Kostensenkung erreicht werden. Dabei bleibt die Frage nach Qualität und Verbesserung häufig auf der Strecke. "Qualität, Forschung und Entwicklung sind ungeliebte Kostentreiber. Doch Deutschland ist ein Land, das nur noch qualitativ, aber nicht mehr quantitativ wachsen kann", sagt Frieder Barth. Shareholder Value kann zum Damoklesschwert für Unternehmen werden, die auf Kosten von Innovation und Qualität einsparen.
 Die Kostensenkungssspirale dreht sich immer schneller. Wenn jedoch immer weiter rationalisiert und immer mehr Personal abgebaut wird, lässt auch die Qualität nach. Die Mitarbeiter werden zudem mit völlig überhöhten Umsatzerwartungen konfrontiert. "Unternehmen sollten realistische, erfüllbare Vorgaben machen", empfiehlt Frieder Barth. Umsatzvorgaben, die sich an den Boomjahren orientieren, sind in der heutigen Zeit nicht mehr erfüllbar. Und unerreichbare Ziele führen bei Mitarbeitern zwangsläufig zu Demotivation.
 Frieder Barth ist überzeugt: "Wer die wirtschaftlich schwierigen Zeiten nutzt, um sich seiner eigenen Qualität zu widmen und seine Mitarbeiter zur Qualitätssteigerung anhält, statt überhöhte Absatzforderungen zu stellen, wird schon in der Krise der Gewinner sein". Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital von Unternehmen. Wenn sich Mitarbeiter ernst genommen fühlen, ihr Know-how geschätzt wird und man sie in Entscheidungen einbezieht, schafft man ganz nebenbei eine Motivation, die auch für die guten Zeiten trägt. Barth: "Sonst besteht die Gefahr, dass unzufriedene Mitarbeiter spätestens dann nach einer beruflichen Alternative suchen, wenn es wirtschaftlich wieder bergauf geht".
 Der Hamburger Kommunikationsexperte sieht die derzeitige Situation von Unternehmen vor allem als Chance. "Schon seit jeher nutzen die Fischer am Meer den Winter, um ihre kaputten Netze zu flicken und sich auf den Frühling vorzubereiten", so Barth. Auch Unternehmen sollten die wirtschaftliche Eiszeit nutzen, um für die besseren Zeiten startklar zu sein. "Dies geht nur mit Qualität. Quantität ist out".
 Über Frieder Barth Sales Consultants: Frieder Barth, Geschäftsführer der Frieder Barth Sales Consultants, ist Führungskräfte-Coach, Kommunikationsberater und Verkaufsexperte. Seit 15 Jahren beraten er und sein Team branchenübergreifend Unternehmen, Verbände und Medienhäuser bundesweit. Die "Financial Times Deutschland" wählte Frieder Barth zu den 101 Personen, die man sich merken sollte.
 Kontakt: Frieder Barth Sales Consultants Alexander von Rothkirch Kleine Seilerstr. 1 20359 Hamburg Tel.: +49 40399 1939-0 E-Mail: info@friederbarth.de | | | | | Drucken> Weiterempfehlen | | | |
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