Arbeitgeberwahl: Persönliche Entwicklung wichtiger als Gehalt

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24.02.2010
Berufseinsteiger legen bei der Arbeitgeberwahl vor allem Wert auf Entwicklungsmöglichkeiten, zeigt die Kienbaum Abolventenstudie 2009/10. Das Gehalt folgt nur auf Platz 4. Informationen über den potenziellen Arbeitgeber holen sie sich vorwiegend aus dem Internet.

Für die Absolventenstudie 2009/10 hat Kienbaum Communications 353 Absolventen befragt. Die größte Gruppe bilden die Studierenden der Wirtschaftswissenschaften mit mehr als 60 Prozent.

51 Prozent der Befragten legen bei der Wahl des künftigen Arbeitgebers Wert auf eine kollegiale Arbeitsatmosphäre, 43 Prozent wollen ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit. Die Vergütung folgt erst an vierter Stelle und spielt für 31 Prozent eine wichtige Rolle. 2008 war das Gehalt noch für 78 Prozent der Absolventen ein entscheidendes Kriterium. Der Standort des Unternehmens ist für ein Viertel der Befragten ausschlaggebend. 15 Prozent achten bei ihrer Entscheidung auf die Beständigkeit des Unternehmens.

Wunscharbeitgeber ist international aufgestellt
Junge Menschen wünschen sich einen Arbeitgeber, der ein internationales Tätigkeitsfeld und attraktive Produkte beziehungsweise Dienstleistungen anbietet: Für 54 Prozent der Absolventen ist die internationale Ausrichtung das wichtigste Charakteristikum ihres Wunscharbeitgebers; 34 Prozent legen Wert auf ein ansprechendes Angebotsportfolio.

Jeweils 30 Prozent der Absolventen hoffen auf Kreativität und Flexibilität im späteren Arbeitsleben. Ebenfalls als wichtig erachtet werden die Kriterien Nachhaltigkeit (24 Prozent) und soziales Engagement (neun Prozent). Eine bekannte Marke ist für nur sieben Prozent der Studierenden entscheidend. Die Präferenzen, ob der künftige Arbeitgeber ein mittelständisches Unternehmen oder ein Großkonzern sein soll, sind ausgeglichen.

Internet ist wichtigste Informationsquelle
Das Internet ist das bevorzugte Informationsmedium von Absolventen auf Jobsuche (89 Prozent). Die Recherche auf der Firmen-Website ist Standard (99 Prozent). Auch die wachsende Bedeutung des Web 2.0 und der Social Medias machen sich bemerkbar: So informieren sich 21 Prozent der Absolventen in Blogs über das Zielunternehmen. Ebenfalls 21 Prozent lesen Webnews gezielt, um sich ein Urteil über einen Arbeitgeber zu bilden.

Die Hälfte der Studierenden informiert sich zudem auf Hochschul-Bewerbermessen über potenzielle Arbeitgeber und nutzt die Gelegenheit, dort direkt in Kontakt mit den Unternehmen zu treten. 43 Prozent der Absolventen greifen auf persönliche Kontakte zu Mitarbeitern des Zielunternehmens zurück, um Einblicke zu gewinnen. Der Tag der offenen Tür eines Unternehmens spielt eine untergeordnete Rolle: 23 Prozent der Befragten nutzen derartige Informationsveranstaltungen.

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